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Belastungskomponenten / Reize

MoveMission - Belastungskomponente

Belastungskomponenten / Reize

Belastungskomponenten / Reize

Um die sportliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen, muss der Körper überschwellige physische Reize auferlegt bekommen, welche die Muskulatur unter Stress setzen.

Das Prinzip des wirksamen Belastungsreizes basiert auf dem Prinzip der Biologischen Anpassung:

  • Belastung 
  • Störung des biologischen Gleichgewichts (Homöostase)
  • Erholung (Regeneration)
  • Adaption (Anpassung)
  • erhöhter Funktionszustand

(Dr. Nicolas Gumpert, 2021)

 

Belastungskomponenten-Reize_MoveMission

Abbildung 12: Belastungskomponenten-Reize Quelle: Eigendarstellung, Informationen aus WIFI-Skriptum; Spezielle Bewegungs- und Trainingslehre, S.12

1. Reizkomplexität

Bezeichnet die Kombination aus verschiedenen Anforderungen, Trainingsmethoden und Trainingsinhalten.

Im Krafttraining beschreibt es Kombinationen aus verschiedenen Trainingsmethoden oder die Kombination aus verschiedenen Ausführungsgeschwindigkeiten.

z.B. statische, dynamische Methoden; schnelle und langsame Ausführungsgeschwindigkeiten.

 

2. Reizintensität

Die Reizintensität wird meist in Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit angegeben.

Die Intensität eines Trainingsreizes kann aber auch durch weitere Faktoren definiert und gemessen werden, z. B. durch die Menge des gehobenen Gewichts, die Anzahl der durchgeführten Wiederholungen oder die Intensität der Herz-Kreislauf-Aktivität.

Die Reizintensität ist eine wichtige Variable, da sie sich direkt auf die Anpassung des Körpers an das Training auswirkt. Eine höhere Reizintensität führt zu einer stärkeren Anpassung, erhöht aber auch das Risiko von Verletzungen oder Übertraining.
Daher ist es wichtig, sich schrittweise zu steigern und die Intensität der Trainingsreize zu überwachen, um sicherzustellen, dass sie für das individuelle Fitnessniveau und die individuellen Ziele angemessen sind.

Übliche Angabe im Krafttraining: Last in Kg oder Prozent des 1RM

 

3. Reizdichte

Beschreibt das zeitliche Verhältnis von Belastungs- und Erholungsphasen. Sozusagen die Pausenzeit [min. / sec.] zwischen Wiederholungen, Serien oder im Zirkeltraining zwischen den Stationen.

 

4. Reizhäufigkeit

Entspricht der Anzahl von Trainingseinheiten pro Tag/Woche.

 

5. Reizumfang

Bezeichnet die Dauer und die Anzahl der Belastungsreize pro Trainingseinheit.

Übliche Angabe des Umfanges im Krafttraining: Gesamtlast in Kg, die während des Trainings bewegt wurden oder die Gesamtzahl an Wiederholungen einzelner Übungen.

 

6. Reizdauer

Beschreibt die Einwirkungsdauer einzelner Reize oder Reizserien. Im Krafttraining definiert sich die Reizdauer durch Dauer [sec.] einer Muskelkontraktion oder einer Serie eines Zirkels.

 

7. Superkompensation

Superkompensation ist eine Theorie aus der Sportwissenschaft und der Sportphysiologie, die die Anpassungsreaktion des Körpers auf Stress oder Belastung beschreibt.
Sie besagt, dass der Körper, wenn er einem adäquaten Belastungsreiz ausgesetzt wird, zunächst einen Leistungsabfall oder eine Anpassung erfährt. Wenn der Körper jedoch genügend Zeit hat, sich zu regenerieren, wird ein höheres Leistungs- oder Anpassungsniveau als vor der Belastung erreicht. Das gilt nicht nur für die Muskulatur, sondern auch für Knorpel, Sehnen, Bänder und Knochen.

Superkompensation_MoveMission

 

Abbildung 13: Superkompensation Quelle: https://www.tactalyse.com/every-trainer-should-use-this-concept-with-individual-tactics/

Durch Setzen von neuen Reizen in der richtigen Intensität (stark überschwellig) nach der optimalen Regenerationszeit (am Höhepunkt der Superkompensation), wächst und optimiert sich der Körper theoretisch kontinuierlich weiter (kontinuierliche Progression-Abbildung a). Tatsächlich aber schwächt das Wachstum immer weiter ab.

Werden intensive Reize vor Überschreiten des Ausgangsniveaus gesetzt, so nimmt die Leistungsfähigkeit ab. Wird die Erholung über längere Zeit zu kurz gewählt, kann dies zu Übertraining führen.

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