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Functional Movement Screen und Assessments

Beweglichkeit der Schultern

Functional Movement Screen und Assessments

Der Functional Movement Screen (FMS) von Gray Cook ist ein Test zur Bewertung der Bewegungsmuster einer Person und zur Ermittlung von Einschränkungen oder Asymmetrien, die das Verletzungsrisiko erhöhen können. Optimalerweise wird dieser Test bei der Anamnese hinzugezogen.

Der FMS besteht aus einer Reihe von sieben funktionellen Bewegungstests, die die Mobilität, die Stabilität und das Gleichgewicht bewerten. Jeder Test wird auf einer Skala von 0 bis 3 bewertet, wobei 0 bedeutet, dass die Bewegung nicht ausgeführt werden kann, und 3 bedeutet, dass die Bewegung mit ausgezeichneter Form und Kontrolle ausgeführt wird. Die Ergebnisse der einzelnen Tests werden zu einem Gesamtergebnis zusammengefasst, das zur Bestimmung des Verletzungsrisikos einer Person und zur Entwicklung eines individuellen Trainingsprogramms herangezogen werden kann.

 

  • Aktives Beinheben (Active Straight-Leg Raise)

 

Aktives Bein heben

Abbildung 15; FMS-Aktives Beinheben
Quelle: https://www.functional-training-magazin.de/der-functional-movement-screen/

Getrenntes Bewegen der unteren Extremitäten, während das Becken und der Rumpf stabil bleiben. Hier sind die Qualität der aktiven Hüftflexion des gestreckten gehobenen Beins und gleichzeitige aktive Hüftextension des liegenden Beins unter Beibehaltung der Rumpfstabilität ausschlaggebend.

 

  • Beweglichkeit der Schultern (Shoulder Mobility)

 

Beweglichkeit der Schultern

Abbildung 16; FMS-Schulterbeweglichkeit
Quelle: https://www.functional-training-magazin.de/der-functional-movement-screen/

Gibt Rückschlüsse auf die bilateralen Freiheitsgrade und möglichen Bewegungsumfänge des Schultergelenkes, der Rotatorenmanschette, der Schulterblätter und der Brustwirbelsäule. Die Fähigkeit dieses Reichweitenmuster bilateral durchzuführen, sind gleichzeitig Extension, Innenrotation und Adduktion als auch Flexion, Außenrotation mit Abduktion der Schulter erforderlich.

 

  • Rotationsstabilität (Rotary Stability)

 

Rotationsstabilität

Abbildung 17; FMS-Rotationsstabilität
Quelle: https://www.functional-training-magazin.de/der-functional-movement-screen/

Hier wird die Fähigkeit überprüft den Rumpf bei gleichzeitiger Arm- und Bein Bewegung zu stabilisieren und die posturale Kontrolle beizubehalten. Dieses komplexe Bewegungsmuster erfordert die korrekte neuromuskuläre Kontrolle von Beckengürtel, Rumpf und Schultergürtel auf mehreren Ebenen, um auftretenden Rotationskräften und Energietransfers reflektorisch entgegenzuwirken.

 

  • Liegestützmuster (Trunk Stability Push-Up)

 

Liegestützmuster

Abbildung 18; ; FMS-Liegestützmuster
Quelle: https://www.functional-training-magazin.de/der-functional-movement-screen/

Die Fähigkeit zur reflektorischen Rumpfstabilisierung bei einer geschlossenkettigen Oberkörperbewegung geprüft werden. Symmetrischer Energietransfer und reflexartige Stabilisation von Schulter, Rumpf, Hüfte und Wirbelsäule in mehreren Ebenen werden hier gefordert.

 

  •  Ausfallschritt (In-line-Lunge)

 

Ausfallschritt

Abbildung 19; FMS-Ausfallschritt
Quelle: https://www.functional-training-magazin.de/der-functional-movement-screen/

Hier Gleichgewicht, Mobilität und Stabilität im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk geprüft. Oberkörper, der Schultergürtel und die unteren Extremitäten müssen leichten bis mittleren Rotationskräften widerstehen. Dazu ist eine optimale Ausrichtung der Beinachse und des Oberkörpers erforderlich. Verkürzungen und Dysbalancen (z.B. Quadrizeps, Hüftabduktoren, Gesäß-, Bauch- und Wadenmuskulatur), im Schultergürtel sowie Hüftbeuger erschweren eine perfekte Ausführung dieses Musters.

 

  • Hürdenschritt (Hurdle-Step)

Hürdenschritt

Abbildung 20;; FMS-Hürdenschritt
Quelle: https://www.functional-training-magazin.de/der-functional-movement-screen/

Bei der Hürdenschrittbewegung werden Koordination und Stabilität zwischen Hüfte und Rumpf sowie der Einbeinstand gefordert und geprüft. Für eine korrekte Ausführung sind optimale Mobilität in Sprung-, Knie- und Hüftgelenk in der offenkettigen Bewegung sowie optimales Gleichgewicht im Standbein und Stabilität in Wirbelsäule und Rumpf erforderlich. 

 

  • Tiefe Kniebeuge (Deep Squat)

Tiefe Kniebeuge

Abbildung 21; FMS-Tiefe Kniebeugen
Quelle: https://www.functional-training-magazin.de/der-functional-movement-screen/

Dieser Screen liefert Aussagen über die Bilateralität, Symmetrie und funktionelle Mobilität und Stabilität der Hüfte, Knie und Sprunggelenke. Durch den über den Kopf gehaltenen Stab lassen sich die symmetrische Beweglichkeit der Schulter und Brustwirbelsäule beurteilen. Die korrekt ausgeführte tiefe Kniebeuge erfordert ein gutes Timing, um Hüft-, Knie- und Sprunggelenk als kinematische Kette zu beugen und zu strecken. 

 

Y-Balance-Test

Y-Balance-Test

Abbildung 22; FMS Y-Balance
Quelle: https://www.functional-training-magazin.de/der-functional-movement-screen/

Dieser Test überprüft die Beweglichkeit der rechten und linken Körperhälfte sowohl für den Oberkörper und Unterkörper getrennt voneinander. Dabei werden bestimmte Bewegungen auf einem mit einer Skala versehenen Gerät ausgeführt. Anhand der Skalen können Asymmetrien oder Dysbalancen erkannt werden.

 

Fundamentale Bewegungstests (Assessments)

Mit diesen Bewegungstest soll einerseits sichergestellt werden, dass keine erheblichen Pathologien vorhanden sind, andererseits Informationen über den Ist-Zustand als Ausgangsbasis ermitteln.

Ergänzend zum FMS werden hierbei noch folgende Screens/Tests durchgeführt:

  • HWS-Screening

Die Beurteilung der Halswirbelsäule in Hinblick auf Bewegungseinschränkungen und Schmerzsetzt sich aus der Flexion, der Extension, der Rotation und der kombinierten Bewegung Rotation mit Flexion zusammen.

  • Mulitsegmentale Flexion im Stand

Die Beurteilung der Flexionsfähigkeit der Wirbelsäule und Hüfte durch das Berühren der Zehenspitzen mit den Fingerspitzen, ohne dabei die Knie zu beugen.

  • BWS-Rotation

Die Beurteilung der Rotationsfähigkeit der Brustwirbelsäule.

  • Sprunkgelenkstest

Beurteilung der Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk durch vorschieben der Knie aus dem Tandemstand.

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